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In der Zeitschrift Truck und Details, von der wir uns als angehende 'Profis' alle
Ausgaben besorgt hatten, war ein Bericht über einen Scania und einen Muldenauflieger von Robbe erschienen. Nachdem wie schon gesagt, durch den MAN unsere Sucht angestachelt wurde, bestellten wir für Petra den
Actros und für mich gab es als Ausgleich den Scania, Hä, Hä!
Also, Bausatz für Zugmaschine und Mulde kaufen und ab nach Haus damit. Auspacken und... Schluck, da muss man ja noch etwas anderes tun, als nur
zusammenschrauben. Apropos Schrauben, dass sieht ja aus als hätten die einen Sonderposten gekauft. Kreuzschlitz, Inbus, Schlitz, Messing, schwarz und blank vernickelt,
Blech- und Gewindeschrauben alles durcheinander, ganz anders als bei Wedico. Nach dem ersten Schock munter ans Werk. Läuft ganz gut, wenn man die passenden Schraubendreher parat hat. Das
Zusammenleimen der Karosserie bereitete einige Probleme. Ich muss zugeben, dass ich nicht den von Robbe empfohlenen Kleber verwandt habe. Mit einem flexiblen Reifenkleber habe ich dann aber
doch etwas gefunden das auch hält. Beim Anbauen der Karosserieteile an den Rahmen mussten dann noch einige von Robbe vorgegebene Einstellungen verändert werden, dann passte sie.
Aber nach hinten, was ja beim Truck ohnehin eigenartig ist, ließ sich die Hütte nicht kippen, Na egal, schrauben wir sie halt ab.
Motor und Getriebe, Vorder- und Hinterachse einbauen, kein Problem. Empfänger, Fahrsteller und Servo eingebaut, passendes Akkupack zusammengelötet und fertig. Das Ding entschädigt für
jeden Fluch. Er läuft fast lautlos, lässt sich recht gefühlvoll steuern und schafft jede Teppichkante. Wir nannten ihn seitdem Katze.
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 Es folgen die ersten Versuche im Freien. Auf der Straße okay. Mit Dachziegeln beladen über den Rasen, er wühlte sich durch.
Beim Rückwärtsfahren auf dem Rasen hat er allerdings die Kardanwelle rausgeworfen. Ich habe dem damals keine Beachtung geschenkt. Kardanwelle einhängen und weiterfahren.
Dann kam die Bekanntschaft mit den Heidetruckern. Die ersten
Fahrten mit voll beladenem Auflieger. Es lief alles gut. Steigungen von 20 % wurden beladen bewältigt. Dann, ein paar Wochenenden später, setzte ich den Scania mit sehr voll beladenem
Auflieger rückwärts in ein Kiesbett. Es klapperte eigenartig und die Kardanwelle flog wieder raus. Bei der anschließenden Vorwärtsfahrt hörte es sich auch nicht mehr gesund an.
Zu Haus habe ich das Differential auseinander genommen. Karies an den Plastikkegelrädern.
Bei der Suche nach den Ursachen fand ich Schleifspuren an den hinteren Schutzblechen.
 Im beladenen Zustand schleifen die Antriebsräder an den Schutzblechen. Bei Rückwärtsfahrt scheinbar so stark, dass sie
blockieren. Das erklärt auch das ‚rausschmeißen' der Kardanwelle. Also, Räder stehen, Motor und Getriebe drehen weiter, und im Differential gibt der schwächere nach. Da sollte Robbe sich etwas einfallen lassen.
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 Ich habe auch längere Zeit überlegt. Eine zusätzliche Federlage kam
nicht in Frage, dann würde er unbeladen bei kleinen Unebenheiten ein Rad in die Luft hängen. Dann kam der Katalog von Brand. Luftfederung, nur das Teil kostet ein Vermögen! Also, Luftfederung
nachahmen. Aussehen und Anlenkung sind Brand bzw. dem Original nachempfunden. Zwei Rohre aus Material das ich gerade da hatte, das äußere Rohr aus Alu mit 12 mm Durchmesser und das Innere
aus Messing mit 10 Durchmesser, bilden das Gehäuse der Federung. Im Inneren befindet sich eine Spiralfeder die von einer 3 mm Messing Rundstange geführt wird. Die
Messingstange ist mit dem unteren Gehäuseteil fest verbunden. Am oberen Gehäuseteil tritt sie beim Einfedern nach oben aus und ist mit einer Mutter gegen herausfallen nach unten
gesichert. Die Achse hat jetzt einen größeren Federweg als mit den Blattfedern und der obere Anschlag ist so ausgelegt, dass die  Hinterräder nicht mehr an den Schutzblechen schleifen
können. Durch den Einbau der oberen und unteren Lenker kippt die Achse jetzt auch nicht mehr und die Kardanwelle kann nicht mehr rausfliegen.
Die Spiegel
Die Scheibenwischer
Sonstiges 
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